Einleitung

Tibet  - das Land des Schnee´s

 

Bevor man sich über den Tibet-Spaniel informieren will, sollte der zukünftige Tibet- Spaniel -Fan auch etwas über das Ursprungsland Tibet erfahren:

 

Tibet - Geheimnisvolle Welt am Rande Chinas

 

Es war sehr lange ein “ verbotenes Land”. Seit frühesten Zeiten hat das Wort Tibet den Zauber einer magischen Formel ausgestrahlt. Die Tibeter verbrachten die letzten Jahrhunderte in fast völliger Abgeschlossenheit. Dadurch existierten lange keine genauen Karten über dieses Land. Was auf Karten eingetragen war, beruhte hauptsächlich auf Routenbeschreibungen mündlicher Überlieferung. Die Namen Tibet, Lhasa und noch einige andere Bezeichnungen waren die kümmerliche Beschreibungen, die man auf Karten fand. Was man wußte war, daß Tibet ein abgeschiedenes, unbekanntes großes Hochland in Zentralasien war. Dieses änderte sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Jesuiten bildeten im Auftrag des damaligen Mandschu Kaisers K´ang-hsi, Vermessungsbeamte aus. Durch hinzuziehen tibetische Mönche entstanden die ersten wirklichen genauen Karten von Tibet. Genaueres über das Land erfuhr hier die Öffentlichkeit durch Sven Hedin, der durch seine Reise nach Tibet in den Jahren von 1906 - 1908 sehr interessante Berichte mitbrachte. Ein Name darf natürlich nicht vergessen werden -  Heinrich Harrer.

 

Heinrich Harrer war gebürtiger Österreicher. Er war zusammen mit Peter Aufschnaiter, während des Zweiten Weltkrieges, von den Engländern in Indien interniert worden. Gemeinsam flohen die beiden aus der Gefangenschaft nach Tibet. Dort lebten sie fast zwei Jahre als Nomaden, bevor sie endlich die Hauptstadt Lhasa erreichten. Von Ihrem Mut und Ausdauer beeindruckt bekamen sie von der Regierung die Aufenthaltsgenehmigung für Lhasa.

 

Seine Heiligkeit der Dalai Lama schreibt in seiner Autobiographie “ Das Buch der Freiheit “, daß Heinrich Harrer fließend Umgangstibetisch sprach und er ihn sehr schätzte.

Durch diese Wegbereiter entstand jetzt ein genaueres Bild von Tibet, dem Land der Geister, Lamas und Naturgewalten. Dieses Hochland in rund 4.000 bis 5.000 m Höhe ü.NN., von zahlreichen Gebrigsketten durchzogen, im Norden vom Kunlun-Gebiet und im  Süden vom Himalaja begrenzt, hat ein kontinentales Klima. Mit Regenzeit im Sommer und Trockenzeit im Winter. Die Tibeter nennen ihr Land “Gandschong”, was soviel wie “ Land des Schnee´s “ heißt.

Seine Grenzen bilden bis über 8000 Meter ansteigende Eismassive, von denen riesige Gletscher ausgehen. Über mehr als 5000 Meter hohe Pässe, auf denen Steinheiligtümer mit Gebetsfahnen von der Religiosität der Bewohner dieses Landes künden, durch menschenleere Wüstengebiete, in denen früher Räuberbanden hausten, führen die Karawanenstraßen in eine andere Welt.

An steilen Berghängen lebten damals, als Sven Hedin das Land durchzog, noch heilige Männer weltabgeschieden in ihrenEinsiedeleien. Der Weite Weg von Südwestchina nach Zentraltibet führt an riesigen, eist von Tausenden von Mönchen bevölkerten Klöstern vorüber nach Lhasa, der heiligen Stadt mit dem Potala dem Palast der tibetischen Gottkönige - der Dalai Lamas.

Heute ist Tibet von China besetzt und der bisher letzte ( der 14. )  Dalai-Lama mußte 1959 nach Indien fliehen. Die Kloster und Tempel wurden geschlossen, die Mönche vertrieben. Die Umerzeihung des tibetischen Volkes zum Kommunismus begann hinter geschlossenen Grenzen mit aller Härte. Presseberichten zu folge versuchen die Chinesen die Tibeter in ihrem Land auszurotten. Danach sind 1,2 Millionen Tibeter umgekommen. Man möchte fast sagen, unbemerkt vom Rest der Welt, es ist zu hoffen, daß dieser Plan nicht gelingt. Wer helfen möchte findet anschließend Anschriften.

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